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Solarförderung im Wallis 2026: Was es gibt, was es nicht gibt
13. Juli 2026 · SOLARSPLIT
Im Wallis hört man oft, «der Kanton fördert Solaranlagen». Das stimmt nur für Solarthermie und für Heizungen, im Rahmen des Gebäudeprogramms. Für Photovoltaikmodule sagt es der Kanton selbst: Das Gesuch geht an Pronovo, nach den Arbeiten. Hier, was ein Walliser Eigentümer 2026 tatsächlich erhält, und warum das Wallis einer der besten Kantone zum Produzieren bleibt.
Die Basis: die Einmalvergütung von Pronovo
Der Bund zahlt nach der Inbetriebnahme 360 Franken pro kWp bis 30 kWp und 300 Franken pro kWp darüber, für eine auf ein bestehendes Dach aufgesetzte Anlage. Der Grundbeitrag von 200 Franken bleibt nur unter 5 kW bestehen. Für 10 kWp rund 3’600 Franken. Die Ansätze werden jedes Jahr überprüft, massgebend ist der Tarifrechner von Pronovo.
Zwei Boni des Bundes sind für das Wallis besonders interessant: der Höhenbonus für Anlagen über 1’500 Metern und der Neigungsbonus für Anlagen mit 75 Grad und mehr, typischerweise an der Fassade, die im Winter mehr produzieren, wenn die Sonne tief steht und der Schnee das Licht reflektiert.
Was der Kanton unterstützt
Das Walliser Gebäudeprogramm finanziert die Wärmedämmung, den Ersatz einer fossilen oder elektrischen Heizung durch eine Wärmepumpe, mit einem Betrag, der von der Leistungszahl abhängt und auf 35 % der Investition begrenzt ist, sowie Solarthermie für das Warmwasser. Der Kanton garantiert diese Förderungen mindestens bis Ende 2030. Die Photovoltaik ist nicht dabei, gerade weil Pronovo sie bereits abdeckt.
Der Kanton schreibt hingegen Solaranlagen bei Neubauten vor, und mehrere Gemeinden, vor allem in Tourismusgebieten, hatten punktuelle Förderungen. Ein Anruf bei der Gemeinde vor der Unterschrift kostet fünf Minuten.

Der Steuerabzug, die zweite Stütze
Bei einem bestehenden Gebäude werden die Nettokosten der Anlage, nach Abzug der Einmalvergütung, im Jahr der Zahlung als Unterhaltskosten vom steuerbaren Einkommen abgezogen. Der Kanton widmet dem «Steueroptimieren» durch energetische Sanierungen eine eigene Seite, ein Zeichen, dass dieser Hebel gewollt ist. Für viele Haushalte wiegt die Steuerersparnis so viel wie Pronovo.
Der Walliser Vorteil, den man nicht beantragen muss
Das Wallis hat die höchste Sonneneinstrahlung der Westschweiz. Eine gut ausgerichtete Anlage im Talboden produziert dort deutlich mehr als ein vergleichbares Dach im Mittelland, und in der Höhe wird der Abstand noch grösser, vor allem im Winter. Das ist eine dauerhafte Förderung, jedes Jahr von der Sonne ausbezahlt, und über fünfundzwanzig Jahre wiegt sie mehr als jede Prämie. Beim Solarstrom im Winter lohnt sich übrigens ein Blick auf die Zahlen, bevor man glaubt, dass nichts produziert wird.
Die Reihenfolge der Schritte
- Eine allfällige Gemeindeförderung oder eine Heizungsförderung wird vor den Arbeiten beantragt.
- Pronovo wird nach der Inbetriebnahme beantragt, mit dem Anschlusszertifikat, in der Regel über den Installateur.
- Die Nettorechnung kommt in die Steuererklärung des Zahlungsjahres.
Die kostenlose Online-Studie von SOLARSPLIT berechnet die Einmalvergütung und die erwartete Produktion für Ihr Dach und Ihre Höhenlage und lässt dann die Walliser Installateure auf der Grundlage eines identischen Pflichtenhefts gegeneinander antreten.
Und Ihr Dach, was ist es wert?
Die Simulation ist kostenlos und online, auf Basis der öffentlichen Gebäudedaten.
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