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Solarförderung in Neuenburg 2026: Was Sie wirklich erhalten

30. Mai 2026 · SOLARSPLIT

Wer im Kanton Neuenburg 2026 eine Solaranlage installiert, kann mit drei Förderungen rechnen, und seit dem 1. März mit einer vierten. Keine davon wird an derselben Stelle beantragt, und zwei müssen in einer bestimmten Reihenfolge eingereicht werden. Hier die vollständige Übersicht, mit den Beträgen, wie sie heute gelten.

Die Basis des Bundes: die Einmalvergütung von Pronovo

Das ist die Förderung, die überall in der Schweiz am meisten ins Gewicht fällt. Für eine Anlage auf einem bestehenden Dach beträgt der Leistungsbeitrag 360 Franken pro kWp bis 30 kWp, darüber 300 Franken pro kWp. Ein Grundbeitrag von 200 Franken bleibt nur für sehr kleine Anlagen unter 5 kW bestehen. Dachintegrierte Anlagen sowie Anlagen mit steiler Neigung oder in der Höhe erhalten einen Bonus. Bei einem Haus mit 10 kWp können Sie also mit rund 3’600 Franken rechnen, bei einer Bruttoinvestition von 15’000 bis 25’000 Franken je nach Grösse und Montage.

Zwei Regeln sollten Sie kennen: Das Gesuch wird nach der Inbetriebnahme eingereicht, mit dem Nachweis des Netzanschlusses, und die Auszahlung erfolgt mehrere Monate später. Die Ansätze legt der Bund fest, sie können sich von Jahr zu Jahr ändern, der Tarifrechner von Pronovo zeigt den aktuellen Betrag.

Was der Kanton dazugibt, und für wen

Der Kanton Neuenburg kennt keine allgemeine Photovoltaikförderung für Einfamilienhäuser. Seine direkte kantonale Förderung zielt auf grosse Dächer: 11’000 Franken für eine Anlage mit mehr als 90 kWp, das entspricht rund 450 m² Modulen. Ein Bauernhof, ein Mehrfamilienhaus, eine Gewerbehalle oder eine Stockwerkeigentümergemeinschaft mit einem sehr grossen Dach sind gemeint, nicht das Einfamilienhaus.

Neu seit dem 1. März 2026: Der Kanton fördert Batteriespeicher, die mit einer bestehenden oder neuen Photovoltaikanlage gekoppelt sind. Der Betrag setzt sich aus einer Pauschale von 800 Franken plus 80 Franken pro kWh Kapazität zusammen, ab 3 kWh, wobei die geförderte Kapazität auf das Doppelte der installierten Leistung begrenzt ist, also 2 kWh pro kWp. Eine Batterie mit 10 kWh an einer Anlage mit 10 kWp ergibt 1’600 Franken. Das Gesuch geht an den Kanton, vor den Arbeiten.

Die Prämie der BCN

Die Banque Cantonale Neuchâteloise zahlt ihren Hypothekarkunden eine Solarförderung: 5 % der Anlagekosten, begrenzt auf 2’000 Franken. Sie lässt sich mit Pronovo und mit der kantonalen Förderung kumulieren und wird bei der Bank beantragt, mit Belegen, sobald die Anlage bezahlt ist.

Der Steuerabzug, die Förderung, die man vergisst

Bei einem bestehenden Gebäude lassen sich die Anlagekosten, nach Abzug der Förderbeiträge, im Jahr der Zahlung als Unterhaltskosten vom steuerbaren Einkommen abziehen. Bei einer Anlage mit 20’000 Franken netto sind das je nach Ihrem Steuersatz mehrere tausend Franken weniger Steuern, was oft so viel ausmacht wie die Einmalvergütung selbst. Ein Projekt, das für ein einziges Jahr zu gross ist, lässt sich manchmal über zwei Steuerjahre verteilen, das klären Sie am besten mit Ihrem Treuhänder.

Die Reihenfolge der Schritte

  1. Vor der Unterschrift: die kantonale Förderung für die Batterie oder für ein grosses Dach beantragen, falls Sie betroffen sind. Der Kanton fördert nichts, was bereits begonnen hat.
  2. Bei der Inbetriebnahme: das Pronovo-Dossier, in der Regel vom Installateur vorbereitet, mit dem Anschlusszertifikat.
  3. Nach der Zahlung: die BCN-Prämie, falls Sie Anspruch darauf haben, und die Nettorechnung in der Steuererklärung.

Was das bei einem typischen Projekt ausmacht

Für 10 kWp auf einem Einfamilienhaus am Neuenburgersee, ohne Batterie: rund 3’600 Franken von Pronovo, bis zu 2’000 Franken von der BCN, und der Steuerabzug auf den Rest. Der Kanton beteiligt sich nicht, und das ist normal, seine Politik zielt auf Dächer, die für ein ganzes Quartier produzieren. Der eigentliche Hebel für die Rentabilität liegt anderswo, im Eigenverbrauchsanteil und in einer richtig gelesenen Offerte.

Die kostenlose Online-Studie von SOLARSPLIT berechnet die Einmalvergütung für Ihr Dach und Ihre Adresse und zeigt die kantonalen und bankseitigen Förderungen, auf die Sie Anspruch haben, noch bevor Sie eine Offerte anfragen.

Und Ihr Dach, was ist es wert?

Die Simulation ist kostenlos und online, auf Basis der öffentlichen Gebäudedaten.

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